Rhön- und Streubote vom 14. April 2009   (Berichte und alle Fotos von Eva Wienröder)

Riesige Anerkennung für Walter Bortolotti

Zahlreiche Geschenke und Auszeichnungen für Ostheims großen Stadtmusikmeister

 
Ostheim. Das Osterkonzert der Stadtkapelle Ostheim stand ganz im Zeichen von Walter Bortolottis 25jährigen Dirigentenjubiläum und zeugte von der großen Anerkennung, die dem Stadtmusikmeister und dem Musikverein-Stadtkapelle Ostheim zukommt. Eine ganze Reihe von Ehrerbietungen wurde Bortolotti an diesem Abend zuteil.


 1. Vorsitzende Monika Weber (3. von links), Ehrenvorstand Harald Möller (2. von links) und Jungmusiker Julian Weber
(4. von links) überreichten Walter Bortolotti (rechts) ein malerisches Geschenk zum 25jährigen Dirigentenjubiläum
und bedachten seine Gattin Annette (links) mit einem Blumenstrauß.


1. Vorsitzende Monika Weber erinnerte an das Osterkonzert im Jahre 1984, als Bortolotti zum ersten Mal vor großem Publikum den Dirigentenstab der Stadtkapelle führte. Weber würdigte das Engagement, mit dem sich Bortolotti seitdem für den Verein und die Kapelle einsetzt und die stattlichen musikalischen Erfolge. Dem Lob schloss sich auch der Ehrenvorsitzende Harald Möller an, der sich für die gute Zusammenarbeit in seinen 17 Jahren als 1. Vorstand bedankte. Möller bezeichnete Bortolotti als außergewöhnliches Musiktalent, das mit viel pädagogischem Geschick und guter Menschenführung die Musiker immer wieder zu motivieren wisse. Wer denke, dass Bortolotti nach 25 Jahren als Leiter des Orchesters Ermüdungserscheinungen zeigen könnte, der sollte an diesem Abend eines besseren belehrt werden, so der Ehrenvorsitzende, der mit dieser Aussage recht behalten sollte, denn das Publikum war hellauf begeistert von den Darbietungen.

 

Von seinen Musikerkollegen erhielt Bortolotti eine ausgefallenes Geschenk. Ein von der Künstlerin Christa Gottwalt aus Fladungen gemaltes Bild, das sämtliche Aspekte im musikalischen Leben des Stadtmusikmeisters zeigt: den Dirigentenstab, Notenblätter mit Bortolottis  Eigenkomposition „Rhöner Charme“ sowie seine Lieblingsinstrumente Trompete und Klavier. Für Dirigentengattin Annette gab es zudem einen Blumengruß.

 
Helmut May wollte den würdigen Rahmen des Konzertabends nutzen, um als Vertreter des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB) seine Gratulation auszusprechen. Er konnte sich noch gut daran entsinnen, wie Bortolotti damals vor 25 Jahren als ganz junger Dirigent die Leitung der Stadtkapelle übernommen hatte und würdigte den erfolgreichen Werdegang. Als Anerkennung überreichte er die goldene Dirigentennadel und Urkunde des NBMB.

Bürgermeister Ulrich Waldsachs dankte Stadtmusikmeister  Walter Bortolotti im Namen der Stadt Ostheim für sein Wirken Helmut May (rechts), Kreisvorsitzender des Nordbayerischen Musikbundes zeichnete Walter Bortolotti anlässlich seiner 25jährigen Tätigkeit als Leiter der Stadtkapelle Ostheim mit der goldenen Dirigentennadel und Urkunde aus.


Mit viel Lob wurde Bortolotti auch von Ostheims Bürgermeister Ulrich Waldsachs bedacht. Nach dem Tod von Adolf Thiel 1980 habe man zunächst keinen geeigneten Nachfolger für den verdienten Dirigenten finden können, mit Walter Bortolotti, der im Dezember 1983 vom damaligen Stadtrat in sein Amt berufen wurde,  habe sich dann schließlich wieder alles zum Guten gewandt, wie das Stadtoberhaupt ins Gedächtnis rief. Waldsachs zollte Bortolotti Bewunderung für seinen Elan und die Fähigkeit, andere, insbesondere auch die Jugend – Waldsachs verwies auf das erfolgreiche Jugendorchester „ffortissimo“ und die vielen Jungmusiker in der großen Kapelle -   zu begeistern. Für die Stadt habe er sich immer als exzellenter und verlässlicher Partner erwiesen, weshalb man ihn auch 1998 zum Stadtmusikmeister ernannt habe.

Für das erfolgreiche Wirken um die Musik im Luftkurort dankte Waldsachs im Namen der Stadt Ostheim und übergab gemeinsam mit der 2. Bürgermeisterin Ulrike Stanek Walter Bortolotti eine  Ehrenurkunde.

 
Der Geehrte freute sich sichtlich über den guten Zuspruch und betonte, wie sehr ihm die Leitung der Stadtkapelle am Herzen liegt und wie die Arbeit mit den Musikern ihn erfüllt. Von Ballett bis Serenade – in den vergangenen 25 Jahren hat man eine Vielzahl von Konzerten gemeinsam gestaltet, „immer wieder etwas anderes zu machen, das öffnet die Herzen“, so Bortolotti über den anhaltenden Erfolg des Orchesters und die Treue des Publikums.