Gemeinschaftskonzert 2015 mit dem MV Heufurt
und dem MV Rhönklang Thalau

Bericht von Eva Wienröder, Rhön- und Streubote

 

Fladungen.  (eva)   Walzer, Märsche, Polkas, Pop und Filmmusik – Beim Gemeinschaftskonzert, das das Blasorchester des Musikvereins Heufurt mit der Stadtkapelle Ostheim und dem Musikverein Rhönklang Thalau am Samstagabend bescherte, war für jeden Musikgeschmack etwas geboten. Die Konzertbesucher wurden in der Fladunger Grenzlandhalle an diesem Herbstabend wahrlich mit bester Unterhaltung beschenkt. 

Die im jährlichen Wechsel von den Musikvereinen aus Heufurt und Ostheim veranstalteten Konzerte, zu dem stets eine Gastkapelle als dritter Akteur im Bunde eingeladen ist, sind inzwischen weithin für ihre herausragende Qualität bekannt und Freunde gepflegter Blasmusik möchten sich dieses Highlight des Jahres natürlich nicht entgehen lassen. So war es nicht verwunderlich, dass die Grenzlandhalle nahezu bis auf den letzten Platz besetzt war. „Musik bringt Freunde“ – dieser Spruch, der als Motto des Abends diente, hatte sich einmal mehr bewahrheitet.

Die Vorsitzende des gastgebenden Heufurter Vereins, Isabella Mann-Müller, hatte, bevor sie wie gewohnt als Trompeterin Platz in den Reihen ihrer Musikerkollegen einnahm, die zahlreichen Konzertgäste begrüßt und ihr stand die Freude ins Gesicht geschrieben angesichts der gut gefüllten Stuhlreihen, in denen sie auch Fladungens zweite Bürgermeisterin Eva Kalla und Ostheims Stadtoberhaupt Ulrich Waldsachs mit Gattin Maritta erblicken konnte.

„Sie werden heute drei Kapellen erleben, von der Sie jede auf eigene Art und Weise verzaubern wird“, sagte Isabella Mann-Müller an und die Besucher sollten wahrlich voll auf ihre Kosten kommen, wie der weitere Verlauf des Abends zeigte. Jedes Orchester gestaltete zunächst seinen eigenen Programmblock, in dem auch wieder eine ganze Reihe von Solisten mit ihren Darbietungen hervorstachen. Höhepunkt war der gemeinschaftliche Auftritt zum großen Finale.

Dem Heufurter Orchester als Gastgeber oblag die Eröffnung des Abends, Ivonne Mehler übernahm dabei wieder in gewohnter, charmanter Manier die Ansage der Stücke. Unter der Leitung ihrer Dirigentin Nicole König entführten die Musiker zunächst auf einen persischen Markt mit der gleichnamigen Komposition von Albert W. Ketelbey und die Zuhörer ließen sich bei diesen anmutenden Klängen gerne vom Zauber des Orients einfangen. Ihre romantische Ader stellten die Orchesterleute mit ihrem einfühlsamen Spiel zum Walzer „Träumerei“ unter Beweis. Mit „Gonna fly now”, dem bekannten „Rocky“-Soundtrack und der “Blues Brothers Revue” erklang zu guter Letzt noch Filmmusik, bei letzterem Titel hatten die Musiker in Anlehnung an die Helden des Kinostreifens einen coolen Auftritt mit ihren dunklen Sonnenbrillen, um dann die Bühne frei zu machen für die musikalischen Gäste aus Thalau.

Die Kapelle aus der hessischen Rhön leitete ihren Programmblock mit der romantischen Polka „Lebensträume“ der beliebten „Scherzachtaler“ ein. Dieter Schlag, der Vorsitzende und Dirigent, hatte mit seinen Musikern einen bunten Strauß an Melodien mit einigen ihrer Lieblingsstücke von klassisch bis modern im Gepäck, womit sie ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellten. Mit schmissigen Polkaklängen und traditioneller Marschmusik wussten sie ebenso wie mit dem Hit „Applaus“ der schrillen Pop-Diva „Lady Gaga“ oder der Ballade „When you say nothing at all“ zu begeistern. Beim flotten „Fünf Minuten Sechstagerennen“, einem Medley bekannter Melodien, zu dem der „Sportpalast-Walzer“ gehört, waren die Zuhörer zum Mitpfeifen eingeladen und machten begeistert mit.

Musikalischen Höhepunkt an Höhepunkt aneinander reihte schließlich auch die Stadtkapelle Ostheim, die unter der bewährten Regie von Walter Bortolotti mit dem „Großherzog Friedrich von Baden“–Marsch die Zuhörer nach der Pause wieder an ihre Plätze rief. Aus den Musikerreihen führte Jonas Städtler durch das Programm und es bereitete ihm sichtbar Vergnügen, die besonderen Schmankerl, wie die Ouverture „Alcazar“ mit ihrem andalusischen Flair, ankündigen zu können. Fröhliches Mitwippen war dann bei „Morgens um Sieben“, ein Stück ganz in der „Happy-Sound“-Manier von James Last angesagt und auch bei Warren Bakers „New York 1927“, mit einem Mix aus Ragtime und Blues, kam Bewegung in die Zuhörerreihen.

Die Zeit verging wie im Fluge und schon ging es über zum Finale, bei dem das Großaufgebot von drei Kapellen auf und vor der Bühne Position bezog, um sich gemeinsam mit drei Stücken zu verabschieden. Es war ein imposantes Bild mit nahezu 150 Musikern und unter der wechselnden Leitung der drei Dirigenten bot sich auch klanglich ein beeindruckendes Erlebnis, als die Europa-Hymne, der dem Preußenkönig Friedrich II. gewidmete Militärmarsch „Fridericus Rex“ und Michael Jacksons „Heal the World“ feierlich im Saal erschallten.

Die Konzertbesucher waren hingerissen und brachten ihren Dank für einen zweifelsohne ganz besonderen Abend mit frenetischem Applaus zum Ausdruck. Die Musiker waren sichtlich überwältigt und es hatte sich einmal mehr deutlich gezeigt, dass Musik Freude und darüber hinaus auch Freunde macht.

Bilder von diesem gelungenen Konzertabend finden Sie unter Bildergalerie - Gemeinschaftskonzert 2015.