Text  und Bilder von Eva Wienröder, Rhön- und Streubote

 

Ostheim.  (eva)  Es war eine große Geburtstagsparty, die „ffortissimo“, am Samstagnachmittag feierte. Das 15jährige Bestehen des Vororchesters der Ostheimer Stadtkapelle wurde in der Aula der Grundschule mit einem großen Gemeinschaftskonzert begangen, an dem neben „ffortissimo“ die Nachwuchskapellen Hohenroth, Großbardorf und Oberleichtersbach mitwirkten. Zahlreiche Gäste sorgten für ein „volles Haus“ und wurden dafür mit glänzenden musikalischen Darbietungen verwöhnt.

 
15 Jahre „ffortissimo“: Der Nachwuchs des Musikvereins Ostheim gab mit drei befreundeten Jugendkapellen eine gelungene Geburtstagsparty in Form eines Gemeinschaftskonzertes.

 

Den beiden Hauptverantwortlichen des Musikvereins, der ersten Vorsitzenden Monika Weber und Stadtmusikmeister Walter Bortolotti, standen an diesem Nachmittag die Freude und auch der Stolz über das kleine Jubiläum, das die Jugendkapelle heuer feiern kann, ins Gesicht geschrieben. Zweifelsohne hat der Musikverein, ohnehin weithin bekannt für das hohe Niveau der Stadtkapelle, auch mit „ffortissimo“ eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Die Jugendkapelle ist Aushängeschild und beispielgebend für eine hervorragende Jugendarbeit, wie Ostheims Bürgermeister Ulrich Waldsachs in seinem Grußwort betonte.

 
Dank an den „ffortissimo“-Gründervater und Dirigenten: Walter Bortolotti wurde von den Jungmusikern mit einem kleinen Esskorb beschenkt.

 

Monika Weber hatte die Geschichte der Nachwuchskapelle Revue passieren lassen. Stadtmusikmeister Walter Bortolotti war mit seiner Idee, eine Vorstufe der Stadtkapelle ins Leben zu rufen, beim Musikverein und dessen damaligen Vorsitzenden Harald Möller auf offene Ohren gestoßen. Anliegen war es, Kinder und Jugendliche an das Musizieren in der Gemeinschaft heranzuführen und zugleich Nachwuchs für die Stadtkapelle heranzuziehen. Diese Idee über die Schulen zu realisieren war zu jener Zeit noch mit großen bürokratischen Hindernissen verbunden, die sog. Bläserklassen etablierten sich erst Jahre später. Deshalb kam als unkomplizierte und beste Lösung in Betracht, das Ansinnen innerhalb des Musikvereins umzusetzen, wie Weber erklärte. Bis heute hat sich dabei die enge Zusammenarbeit mit der privaten musikalischen Ausbildungsstätte „Da Capo“ – in ihrer Person Walter Bortolotti - bewährt, die, wie Weber schmunzelnd ausdrückte, „sozusagen immer wieder junge Musiker liefert“. Der Dank der Vorsitzenden ging neben der Stadt Ostheim für die stete Unterstützung deshalb auch ganz besonders an Bortolotti. Mit anerkennenden Worten strich sie dessen pädagogischen Fähigkeiten, und wie er die Mädchen und Jungen stets zu motivieren weiß, heraus.

Gute Freunde gratulierten: Schon lange Zeit besteht die Verbindung der Ostheimer zur Jugendkapelle Hohenroth, die natürlich bei der Geburtstagsfeier nicht fehlen durfte.

 

Im Sommer 2000 war die Idee zu „ffortissimo“ – der Name steht für Eigenschaften wie „große Stärke, Dynamik, Power, Spaß, Freude“, wie Weber sie aufzählte - geboren. Im Herbst ging es los und mit 23 Kindern waren schon gleich die verschiedenen Register des Orchesters gut besetzt und die ersten Auftritte folgten nur kurze Zeit später beim Martinsumzug und beim Ostheimer Weihnachtsmarkt. Seitdem ist die Kapelle bei Konzerten und verschiedensten Anlässen eine feste Größe und hat sich weit über den Luftkurort hinaus einen guten Namen gemacht.

Darüber schätzt sich auch ganz besonders Bürgermeister Ulrich Waldsachs glücklich, der die Verantwortlichen des Musikvereins mit großem Lob belegte. Er zollte in Würdigung der musikalischen Erfolge Dank für eine hervorragende musikalische Ausbildung, setzte in seinem Grußwort aber auch den Akzent darauf, dass in dem Vororchester weit mehr geleistet wird, als die Heranführung an das gemeinschaftliche Musizieren. Der Nachwuchs lerne hier auch wichtige Tugenden des gesellschaftlichen Zusammenlebens, wie Rücksicht zu üben und Verantwortung zu übernehmen,  so der Bürgermeister und überreichte ein Kuvert, dessen Inhalt der Nachwuchsförderung im Verein zugute kommen soll.

Musikalische Grüße: Auch das Großbardorfer Jugendblasorchester gratulierte zum 15. „Geburtstag“ von „ffortissimo“.

 

Der Sprössling der Stadtkapelle, der mit der von Walter Bortolotti komponierten und für Jugendorchester arrangierten Intrada „ffortissimo“ das Konzert feierlich eröffnet hatte, war u.a. mit der „Blue Mountain Overture“ zu hören.  Die Formation „Dreistelz-Kids Oberleichtersbach“ unter der Leitung von Manuela Möller gibt es erst seit etwa einem Jahr, aber sie kann schon allerhand und wusste zum Beispiel mit „Bruder Jakob“ und dem dazu glänzend dargebotenen Kanon zu erfreuen. Das von Marcel Wegner dirigierte Jugendblasorchester Großbardorf bereicherte das Programm mit einem Medley bekannter Gershwin-Melodien und anderen Werken und zum Repertoire der von Michael Baumgart geleiteten Jugend des Musikvereins Hohenroth gehörte u.a. der leidenschaftlich dargebotene Freddie Mercury-Hit „The show must go on“.

Früh übt sich: Die Formation „Dreistelz-Kids“ aus Oberleichtersbach, die es erst seit rund einem Jahr gibt, überraschte mit ihrem Können.

 

Höhepunkt war der gemeinschaftliche Auftritt der vier Kapellen. Unter der Regie von Walter Bortolotti setzten sie mit „La Cucaracha“ und dem „Beetle Boogie“ mitreißende Schlussakkorde des Jubiläumskonzertes, das den jungen Musikern, ebenso wie ihrem Publikum, sicherlich noch lange in guter Erinnerung bleiben wird. „Bei solchen jungen Musikern muss uns nicht bange sein“, sagte Monika Weber zum Abschied in der Vorfreude auf weitere gemeinsame Unternehmungen. Und darüber hocherfreut zeigte sich auch Helmut May, der als Ehrenvorsitzender des Kreisverbandes Rhön-Grabfeld des Nordbayerischen Musikbundes zum Gratulieren gekommen war.

Konzert-Höhepunkt: Unter der Leitung von Walter Bortolotti spielten die vier Jugendorchester gemeinsam auf.